Die ersten Schnecken waren noch nicht so wirklich nach meinem Geschmack. Zu fest, zu süß. Ich habe mir gedacht: das muss besser gehen! Deshalb habe ich einen neuen Versuch gestartet.
Die Zutaten habe ich weitestgehend wie angegeben belassen. Lediglich 100 g Mehl habe ich durch Vollkornmehl ausgetauscht und die Zuckermenge nach Augenmaß reduziert.
Die gravierendste Änderung war: Ich habe dem Teig einfach viel mehr Zeit gegeben. In jeder Phase.
Das fing schon beim Sauerteig an, der diesmal länger gestanden hat, sodass er sich deutlich mehr als verdoppelt hat.
Danach habe ich die Zutaten für den Teig zusammengeknetet. 10 Minuten lang, bis sich der weiche Teig vom Schüsselboden gelöst hat.
Als ich nach zwei Stunden in die abgedeckte Schüssel schaute, hat sich noch so gut wie gar nichts getan. Ich wollte schon resignieren, habe dann den Teig aber einfach bis zum nächsten Morgen stehen gelassen – und siehe da: Der Teig ist in die Höhe gegangen. Gut mehr als verdoppelt hat er sich.
Dann habe ich ihn zu Schnecken verarbeitet und nochmal gut gehen lassen. Nach drei Stunden habe ich die Schnecken gebacken.
Was für ein Unterschied. Super fluffig, perfekte Konsistenz.
Mein Fazit: Sauerteig braucht einfach Zeit. Ganz viel Zeit. Bei warmen Temperaturen weniger, wenn es kühler ist, dafür umso mehr.
Hier das ursprüngliche Rezept:
Für den Sauerteig 1 EL Weizenanstellgut mit 120 g Weizenmehl Typ 550 und 120 g Wasser vermischen und bei Raumtemperatur abgedeckt stehen lassen bis sich die Masse verdoppelt hat.
Von der Masse 200 g Sauerteig für das Rezept abnehmen. Den Rest im Kühlschrank für weitere Rezepte aufheben.
100 g Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit dem Sauerteig, 80 g Zucker, 450 g Weizenmehl Typ 550, 120 ml lauwarme Milch, 2 Eier, 1/2 TL Salz und 1 TL Zimt in der Küchenmaschine mindestens 7-10 Minuten zu einem festen (aber etwas klebrigen) Teig kneten.
Den Teig in einer mit einem Baumwolltuch bedeckten Schüssel 60 Minuten ruhen lassen.
Den Teig mit bemehlten Händen auf eine gut bemehlte Fläche geben und zu einem Rechteck ausrollen.
40 g Butter schmelzen, auf dem Teig verteilen. 80 g Zucker und 3 TL Zimt vermischen und gleichmäßig auf den Teig streuen.
Den Teig zu ener Rolle formen und in 12 ca. 4 cm breite Streifen schneiden. Die Teigrollen mit der Schnittfläche nach oben in eine gebutterte Back- oder Auflaufform geben.
Nochmals mindestens 30, besser 60 Minuten oder noch länger ruhen lassen. (Je länger die Reifezeit, desto lockerer werden die Schnecken.)
Die Schnecken mit einem verquirlten Ei bestreichen.
Im auf 190 Grad (O/U) vorgeheizten Backofen ca. 30-35 Minuten backen.




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